Herausgegeben von Daniel Keel und Daniel Kampa. Mit einem Vorwort von Arnon Grünberg. Wer Topor liest, kann sich auf ein Wechselbad der Gefühle gefasst machen - und auf eine kalte Dusche auf das Haupt des Spießers, der in jedem von uns steckt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2008
Als "schlecht gealtert" bezeichnet Christoph Bartmann die hier versammelten humoristischen Texte Roland Topors. Bei aller Sympathie für diesen Parodisten der Moderne und die von ihm fruchtbar gemachte Kunst-Form der "lästerlichen Petitesse". In größerer Dosis kommen Bartmann diese Texte doch etwas antiquiert vor. So muss es einmal gewesen sein, denkt der Rezensent, als es galt, gegen Moral und die Akademismen einer erstarrten Moderne loszuschlagen - in den 60ern, als dieser Autor seine beste Zeit hatte.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…