Roland Schimmelpfennig
Bericht von der Mondlandung
Gedichte

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2025
ISBN 9783596712908
Gebunden, 112 Seiten, 18,00 EUR
ISBN 9783596712908
Gebunden, 112 Seiten, 18,00 EUR
Klappentext
"Wo sind wir hier, sind wir hier schon einmal gewesen?" So lautet eine der Fragen in Roland Schimmelpfennigs Gedichten. Und darum geht es: ums Suchen und Sich-Verlieren, um Wiederkehr und Wiederholung, um die Frage nach unserem Ort in der Welt. In einem fein gesponnenen Netz wiederkehrender Motive nehmen uns Schimmelpfennigs Gedichte mit nach Berlin und auf den Mond. Sie erzählen von der Angst und der großen Erschöpfung, aber auch vom Glück und von der Hoffnung, dass von nun an vielleicht "alles für immer anders wird". Aber, ach: "Hauptsache, die Musik hört nicht auf".
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.10.2025
Rezensent Björn Hayer entdeckt in Roland Schimmelpfennigs erstem Lyrikband die Handschrift eines Dramatikers, der "die soziale und kulturelle Armut in die Dichtung" holt. Statt eskapistischer Themen zeigt der Autor schonungslos Szenen "aus dem Alltag von ganz unten": Schmerz, Einsamkeit, Sucht, Verzweiflung. Doch Hayer sieht darin nicht bloße Tristesse: Durch wiederkehrende Motive wie Herz, Dunkelheit oder das "Schiff aus Stein" entstehe ein kunstvoll verwobenes Netz von Schicksalen. Die Sprache, oft hart und bildreich, so der Kritiker, hält Nähe und Zärtlichkeit in der Schwebe. Wo die Gedichte ins Fantastische kippen, etwa im "Reich des Schlafes", sieht der Kritiker schließlich Hoffnung aufblitzen. Ein "höchst verdichtetes Stimmungstableau" nennt er diese berührende, formbewusste Dichtung.
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