Der Begriff "polnischer Westgedanke" (polska my?l zachodnia) hat sich in der polnischen Forschung erst nach 1945 durchgesetzt. Gekennzeichnet wird damit eine politisch-ideologische Strömung, die auf eine territoriale Westexpansion Polens fixiert war. Die Vertreter dieser Strömung stützten sich dabei zum einen auf eine spezifische Sichtweise der polnischen Vergangenheit, in deren Zentrum der Rekurs auf die territoriale Gestalt des mittelalterlichen polnischen Piastenreiches mit Grenzen ungefähr an Oder und Lausitzer Neiße stand, zum anderen auf eine kompromisslos feindselige Haltung gegenüber dem deutschen Nachbarn in der Gegenwart. Das ideologische Fundament des Westgedankens wurde bereits lange vor 1918 gelegt, also unter den Bedingungen der Staatenlosigkeit.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…