Herausgegeben und übersetzt von Roland Benedikter.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2002
Der Optimismus, der die frühe Technikphilosophie eines Ernst Kapp beseelte, der 1877 diesen Terminus prägte, fehlt bei den fünf italienischen Philosophen, die im vorliegenden Band über die Technik nachdenken, ganz, berichtet Rezensent Ralf Konersmann. Sie sehen die Eigenart großtechnologischer Entwicklung, so Konersmann, darin, "dass sie sich der Steuerung durch den Menschen nun endgültig entzogen hat". Während Umberto Galimberti die Technik als das "Universum der Mittel", mit denen der Mensch seine Welt bearbeitet, versteht, geht Emanuele Severino im Anschluss an Salvatore Natoli noch einen Schritt weiter, "wenn er die Verführungen der Technophilie geradewegs auf die "Zerstörung der philosophischen Tradition" zulaufen sieht, fasst Konersmann zusammen. Ähnlich urteile Franco Volpi, wenn er auf den Konflikt zwischen der heutigen Technikdominanz und eben jenem Humanismus hinweist, der sie einst ermöglicht hat. Der Band zeigt nach Einschätzung von Konersmann, "wie nüchtern die philosophische Zeitgeistdiagnostik die Lage bilanziert". Allerdings hätte er sich gewünscht, dass die Philosophen den analysierten Phänomenen "sachlich" etwas näher getreten wären.
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