Robert Misik fasst die derzeitigen Debatten um die Krise des Kapitalismus zusammen und zeigt auf, welche Fragestellungen uns heute beschäftigen müssen. Seine zentrale These ist: Die Krise der Gesellschaftsform, in der wir heute leben, ist so umfassend, dass es nicht genügt, mit Umverteilung gegenzusteuern. Das gesamte System muss neu gedacht werden.
Nicht erst seit dem griechischen Schuldenskandal stellen sich Ökonomen weltweit die Frage: Wie konnte der westliche Kapitalismus in eine so schwere Krise geraten?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.05.2016
Robert Misiks "Kaputtalismus" erscheint Werner Plumpe zwar weniger predigend als Paul Masons "Postkapitalismus", zufrieden ist der Kritiker aber auch mit diesem Buch nicht. Auch Misik betrachte share-economy und Allmendeproduktion als Mittel den Kapitalismus zu überwinden, erklärt der Rezensent, der zwar bei dem Autor noch keine endgültige Lösung entdeckt, aber hier ebenfalls eine Berücksichtigung von Gegenargumenten und eine Benennung der eigentlichen Problematik vermisst. Zwar folgt Plumpe durchaus aufmerksam den persönlichen Reportagen und Lektüren - etwa von Pikettys Text - des Journalisten; mehr als eine Huldigung der modernen Informationstechnologie als Überwinder des Kapitalismus entnimmt er diesem Buch aber auch nicht.
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