Ullstein Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783550204586 Gebunden, 384 Seiten, 34,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Daniela Seel. Ein großes Auslichten der Himmel ist im Gange.Rund die Hälfte aller Vogelarten sind weltweit bedroht. Unsere Morgendämmerungen und Frühlingstage werden von Jahr zu Jahr stiller. Ein nahezu unvorstellbarer Reichtum geht verloren ..."Das Buch der Vögel" ist ein Kompendium von neunundvierzig Vogelarten - von Auerhuhn bis Ziegenmelker -, die gegenwärtig in Europa bedroht sind oder deren Bestände stetig schwinden. Inspiriert von den klassischen Vogelkundebüchern, mit denen die Autoren aufgewachsen sind, ist dies ein Handbuch der besonderen Art. Es fragt nicht: "Was ist das für ein Vogel?", sondern: "Wer ist dieser Vogel?" Es zeigt seinen Leserinnen und Lesern nicht nur, wie man Vögel bestimmt, sondern auch, wie man sich mit ihnen identifiziert. Mit poetischer Präzision und Freude beschwört Robert Macfarlane Verhalten und Lebensräume der Vögel - ihre Flug- und Gesangsmuster, wie sie nisten und jagen, die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, und wo ihr wildes Leben und unseres sich überschneiden. Jackie Morris̓ Kunst, in Aquarell und Gold gemalt, schmückt jede Seite - lebendig und detailgetreu. Ein Liebesbrief an die Pracht und die Geheimnisse der Vogelwelt - und ein Weckruf, um das Verschwinden der Vögel aus Land, Meer und Himmel aufzuhalten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.06.2026
Rezensentin Sylvia Staude ist hingerissen von Robert Macfarlanes und Jackie Morris' "Buch über Vögel", das für sie auch den Titel "Vogelgedichte" oder gar "Oden an Vögel" verdient hätte: denn ungeahnt poetisch und sprachlich anspruchsvoll, auch glänzend übersetzt von der Dichterin Daniela Seel, fallen hier die 49 Vogelporträts aus, sortiert nach sieben "Vogelwundern" (darunter Gesang, Feder, Flug…) und allesamt vom Aussterben bedroht: sei es die kleine Heckenbraunelle, die Macfarlane als "Fastspatz" und "Mauerblümchen beim Abiball" beschreibt, oder der bei Bedarf aggressiv-verteidigende Skua, ein "Lucifer in Fiedergestalt". Begeistert ist die Kritikerin nicht nur von der Bandbreite der Vogel-Charaktere und den präsentierten Fakten, sondern vor allem von der zarten Darstellung: lyrische Lautbeschreibungen und Sprachspiele von Macfarlane, zeichnerisch detaillierte Aquarelle von Jackie Morris. Für Staude ein wunderschönes Buch, das auch geeignet sei, jüngeren Menschen den Schutz dieser ihnen womöglich gar nicht mehr bekannten Vögel ans Herz zu legen.
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