Aus dem Englischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Klaus Modick. Herrick, Huish und Davis, drei zerrüttete westliche Existenzen, leben als Strandpenner in Papeete, Tahiti. Ihr erbärmliches Einerlei endet, als Davis, vormals Kapitän, ein pockenverseuchtes Schiff nach Sydney bringen soll. Der Laderaum ist voller Champagner - die drei Abenteurer wittern ihre Chance: den werden sie auf eigene Rechnung verhökern. Doch rasch folgt die Ernüchterung. Die Ladung enthält mehr Wasser- als Schaumweinflaschen, der Proviant reicht nicht. Da kommt ein unbekanntes Eiland in Sicht, auf dem der Engländer Attwater mit seinen einheimischen Helfern nach Perlen fischt. Schnell heckt das teuflische Trio einen neuen Plan aus. Mit seinen packenden Beschreibungen der idyllischen Inselwelt und schillernden Figuren entfaltet Stevenson eine ungebrochene erzählerische Kraft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.03.2013
Rezensent Andreas Platthaus freut sich über die neue Übersetzung von Robert Louis Stevensons Roman "Die Ebbe", den er als den "moralisch radikalsten" des schottischen Schriftstellers lobt. Das Werk, an dem der Autor gemeinsam mit seinem Stiefsohn Lloyd Osbourne arbeitete, überzeugt den Kritiker einmal mehr davon, dass Stevenson nicht bloß als Abenteuerschriftsteller missverstanden werden sollte. Er liest hier die Geschichte eines Trios, das mit einem gekaperten Schiff verschiedene Südseeinseln anläuft, auf denen sie mit den Einwohnern um die Schätze der Insel kämpfen, bis sie schließlich dem ebenso religiösen wie kaltblütigen Perlenfischer und Kolonialherren Attwater verfallen. Stevenson zeichne Figuren von solch abgründiger Niederträchtigkeit, dass dem Rezensenten dieses meisterhafte Werk des neunzehnten Jahrhunderts geradezu "prophetisch" erscheint. Auch mit der neuen Übersetzung von Klaus Modick ist er äußerst zufrieden.
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