Robert Deutsch

Turing

Cover: Turing
Avant Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783945034552
Gebunden, 192 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

Alan Turing zählt zu den Erfindern des modernen Computers und gilt als einer der wichtigsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts, dessen Beiträge zur Informatik bis heute von unschätzbarem Wert sind. Doch wer war Turing wirklich? Wie lebte und arbeitete er, und was führte zu seinem Suizid mit gerade einmal 41 Jahren? "Turing" von Robert Deutsch beleuchtet ein außergewöhnliches Leben, das sich zwischen königlichem Ritterschlag und versteckt ausgelebter Homosexualität, zwischen Erfindergeist und Depression bewegte. Der aus Leipzig stammende Autor zeichnet in seinem bisweilen fast kubistisch anmutenden Stil das Porträt eines Menschen, dessen sympathisch-naive Verschrobenheit auf die unerbittliche Realität im England der Nachkriegszeit trifft.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.05.2017

Rezensent Thomas von Steinaecker hat ein typisches Comic-Debüt in Händen: Vielversprechend von Talent zeugend, mit einem eigenwilligen Zeichenstil, doch in der Erzählweise nicht durchweg überzeugend. Dass Robert Deutsch keine geschlossene Biografie seines Helden vorlegt, ist für den Rezensenten weniger problematisch als die Konzentration auf Tableaus und Seitenarchitektur, die zu Lasten des Inhalts geht, wie Steinaecker erklärt. So gerät etwa die "Enigma"-Episode im Band laut Rezensent fantasielos und textlastig. Dabei entdeckt der Rezensent auch sehr gelungene Episoden aus Turings Leben. Etwa, wenn der Autor den scheinbaren Widerspruch zwischen Genialität und Naivität (beim Umgang mit seiner Homosexualität) bei seinem Helden thematisiert. Und die von Deutsch in kräftigen Acrylfarben erschaffene Bildwelt findet Steinaecker schlicht stark.
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