Mit einem Vorwort von Günter Wallraff. Die Straße ist ein gefährlicher Ort geworden für Berber, aber für Richard Brox war sie drei Jahrzehnte lang auch das Reich der Freiheit, der Selbstbestimmung und der Würde. Seine Website mit Tipps und Bewertungen sozialer Anlaufstellen in vielen Städten der Republik machte ihn zum wohl bekanntesten Obdachlosen Deutschlands. Hier erzählt er seine Geschichte, die erschütternden Erlebnisse eines begabten Jungen, der es schafft, aus den Gewalterfahrungen seiner Kindheit und der Drogenkarriere seiner Jugend auszubrechen und sich freizukämpfen. Ein Lehrstück über die Schattenseiten unserer Gesellschaft und ihre soziale Verwahrlosung.
Annika Glunz scheint tief bewegt und beeindruckt von der Lebensgeschichte eines Obdachlosen, die Richard Brox mit Hilfe des Journalisten Dirk Kästel und des Autors Albrecht Kieser verfasst hat. Der autobiografische Bericht führt Glunz zurück in eine schwere, von psychischer und physischer Gewalt geprägte Kindheit in Heimen, zu Drogensucht und Entzug. Ein differenziertes Bild des Lebens auf der Straße, das Ressentiments zu entkräften hilft, meint die Rezensentin.
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