Duft kann anregen und aufregen, ist Aufforderung und Provokation zugleich. In ihrer Kulturgeschichte des Parfums stellt Renate LohseJasper die große Vielfalt der Düfte und ihrer Bedeutung von der Antike bis zur modernen Parfumindustrie kenntnisreich und anschaulich dar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.07.2005
Dem Connaisseur liefere diese Kulturgeschichte des Parfüms keine neuen Genüsse, stellt ein ernüchterter Rezensent Florian Welle fest. Die Autorin liebe die historische Anekdote, und das sei auch unterhaltsam und lehrreich, nur stammten ihre Geschichten wie die unheilige Betörung Heinrich III. durch Marie von Cleves Wäscheduft aus Standardwerken des Genres. Zwar macht Welle hier und da "vielversprechende Ansätze" aus, doch verfliege deren Duft sofort, da die Autorin partout "gesellschaftliche Kontexte" ignoriere. Für eine Kulturgeschichte sei dies aber so essenziell wie das "imaginäre Potenzial" der Düfte, diagnostiziert der kritische Rezensent. Nichtsdestotrotz biete dieses Buch für den weniger avancierten Novizen eine "anregende, angenehm lesbare Lektüre".
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