Reinhard Kaiser

Kindskopf

Roman
Cover: Kindskopf
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783895610660
Gebunden, 160 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Fünfziger Jahre. Mitten im Aufbruch der frühen Bundesrepublik wächst der junge Erzähler heran. Voller Neugier und kindlicher Unvoreingenommenheit durchstreift er sein Revier: den heimischen Garten, das mit abstrakten Bildern gefüllte Atelier des Vaters und den Foto- und Radioladen der Mutter und des Onkels.Dabei entdeckt er auf seine ganz eigene Weise die Welt: Mit dem Bilder-Brockhaus bringt er sich das Klavierspielen bei, findet heraus, daß andere Leute Halma sogar alleine spielen mögen, und wofür eine Lupe sonst noch zu gebrauchen ist.Doch überall lauern auch die Spuren einer tabuisierten Vergangenheit, über die wenig gesprochen wird, die aber viel existenter ist, als es scheint.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.05.2007

Solche rundherum idyllischen Kindheitserinnerungen an die fünfziger Jahre hat Rezensentin Kristina Maidt-Zinke noch selten zu Gesicht bekommen. Sehr "charmant" sei dies, meint sie und fragt zugleich nach dem literarischen "Ertrag". Mit Sicherheit wertvoll seien jedenfalls die dokumentarischen Erkenntnisse, wenn sich der Autor beispielsweise an die Veränderungen im entnazifizierten Bilderbrockhaus erinnere. Das Elternhaus des kleinen Reinhard, berichtet die Rezensentin, sei zwar typisch bildungsbürgerlich gewesen, aber auch untypisch weltoffen und aufgeschlossen der modernen Malerei gegenüber. Schließlich sei der Vater Maler und Künstler, die Mutter Fotografin gewesen. Mit ihrem Bruder habe sie ein ererbtes Foto- und Radiogeschäft in der Kleinstadt betrieben, und dieses "wunderbare" Geschäft als requisitenreicher Mikrokosmos der fünfziger Jahre ist für die Rezensentin allein schon eine Lesereise in Reinhard Kaisers Kindheit wert.
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