Mit 30 Abbildungen. In Brandts Buch erhalten die Malerphilosophen das Wort. Sie führen ihre eigene Anschauungswelt vor und formulieren philosphische Gedanken. Von Raffaels Philosphenporträts in der "Schule von Athen" bis zu Magritte bietet sich hier eine besondere Geschichte der Philosphie, der man sich auch sinnlich nähern kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2001
Ralf Konersmann setzt sich in seiner Kritik ausführlich mit der Leitfrage des Buches auseinander: Können philosophische Themen auch in Bildern umgesetzt werden? Bilder und Metaphern werden gegen Begriffe und Aussagen gesetzt. Die Stärken des Buches sieht Konersmann in Brandts origineller und kenntnisreicher Interpretation einzelner Bilder. Allerdings weiche Brandt der "Gretchenfrage" seines Unternehmens aus, welchen philosophischen Ertrag die Bilder hätten. Der Verweis auf eine sinnfällige Darstellung reicht dem Rezensenten nicht aus, seine Lösung: die Bildbesprechungen sind deshalb philosophisch, weil die Grenze des Denkens in bloßen Begriffen überschritten werde. Nur die Einleitung bewertet er als schwach.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.03.2001
Ein überaus anregendes Buch, findet die Rezensentin. Dem Autor, so schreibt Ursula Pia Jauch, gelinge mit diesem "Denk-Bilder-Buch" der Brückenschlag zwischen Denken und Schauen auf eine Art, die dem Leser buchstäblich die Augen öffne. Für die vorgeführte "ikono-philosophische Befragung" der Bildkunstwerke ist sie nicht zuletzt deshalb so dankbar, weil der Autor statt "Meinungen" und kunstgeschichtlicher on-dits mitunter erst einmal ausführlich die Resultate eines sorgfältigen philosophischen Quellenstudiums präsentiert, bevor er sich dem Bild zuwendet. Dass dabei auch die eine oder andre Neuinterpretation eines zentralen Gemäldes der europäischen Tradition zustande kommt, hält Jauch für das I-Tüpfelchen eines Bandes, dem sie ein aufmerksameres Lektorat und eine weniger kümmerliche Ausstattung nur allzu gerne gewünscht hätte.
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