Rebecca C. Schnyder

Alles ist besser in der Nacht

Roman
Cover: Alles ist besser in der Nacht
Dörlemann Verlag, Zürich 2016
ISBN 9783038200284
Gebunden, 176 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Zu lange hat sich Billy auf den Lorbeeren ihres ersten Buches ausgeruht. Jetzt steckt sie fest in ihrer Flohmarktwohnung, in ihrem Körper - in ihrem Leben. Lästige Telefonanrufe ihrer Mutter, zu viel Kaffee, Alkohol und Zigaretten fügen sich zu einem eintönigen Alltag zusammen. Mit ihrer besten Freundin Guen zieht sie um die Häuser, weicht dem drängenden Pierre aus, der ein neues Buch von ihr will. Bis sie sich versehentlich verliebt, in einen Guten mit Scheißschuhen und Zauberlächeln. Gegen ihren Willen wird Billy von ihren Gefühlen mitgerissen, dabei weiß sie doch, dass nur auf die Endlichkeit Verlass ist. Vier Wochen sind Rekord. Und so setzt sie alles daran, das bisschen Glück auch ordentlich zu zerstören.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.05.2016

Ein Romandebüt über eine Romandebütantin, die zur solchen überhaupt nur deshalb wurde, weil sie zu faul für eine Abiturarbeit war - und jetzt sitzt ihr der Verlag mit Nachschubbegehr im Nacken. In ihrer Kurzbesprechung führt Sabine Vogel insbesondere durch die Konstellationen des vorliegenden Werks, in dem es vor allem auch ums Verknallen, Kaffeetrinken, Kiffen und um selbstzerstörerisches Verhalten geht. Warum die Protagonistin sich gegenüber ihrem sich rührend um sie kümmernden Umfeld so schäbig verhält und zugleich noch ihr eigenes Leben nach allen Regeln der Kunst sabotiert, wird der Kritikerin zwar nicht ganz ersichtlich. Umgekehrt wird auch dem Leser der Rezension Vogels Position nicht ganz klar. Der jugendliche Schmackes des Buchs scheint ihr zwar zu imponieren ("Schnyder kann Theater"), doch schließt die Rezension zugleich mit einer ambivalent-lakonischen Floskel des Bedauerns.
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