Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Jens Hagestedt, Moritz Langer und Sigrid Schmid. Ray Kurzweil prophezeit in seinem neuen Buch eine faszinierende Zukunft, in der die Welt von künstlicher Intelligenz durchdrungen sein wird und Mensch und Maschine untrennbar miteinander verbunden sein werden. Eine Zukunft, in der wir unser Bewusstsein in das Digitale hinein erweitern und so auf eine höhere Ebene heben werden, in der wir länger und gesünder leben und freier sein werden als jemals zuvor in unserer Geschichte. Gleichzeitig sensibilisiert er für die damit einhergehenden Gefahren und Risiken.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 14.12.2024
In der Welt, die Ray Kurzweil hier entwirft, will Rezensentin Vera Linß nicht unbedingt leben. Wenn sie denn überhaupt kommt, muss man hinzufügen, denn Kurzweil ist zwar überzeugt davon, dass sich die Menschheit auf dem besten Weg in die Singularität befindet, die erreicht werden wird, indem menschliche Intelligenz sich schon ab 2030 mit Software verbinden lassen wird, um dann in der Folge ins Weltall hinaus zu diffundieren - allein, stellt Linß klar, vieles bleibt hier reine Spekulation, Kurzweil stellt zwar allerlei Berechnungen an und greift auch philosophische Theorien wie den Panprotopsychismus auf, aber vieles von dem, über das er hier schreibt, bleibt bloße Hypothese, wie etwa eine Substanz namens Computronium. Und, fragt sich die Rezensentin, warum das alles überhaupt? Fragen nach Macht oder Ökonomie kommen in diesem Buch gar nicht erst vor, ärgert sie sich, und was die Menschheit mit der in Aussicht gestellten Unsterblichkeit anfangen soll, kann ihr Kurzweils die Ideologie der Machbarkeit im Sinne des Silicon Valleys predigendes Buch auch nicht erklären.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2024
Rezensent Helmut Mayer ist alles andere als überrascht von Ray Kurzweils neuester Zukunftsvision. Dass der Autor, Director of Engineering bei Google, an die alles befreiende und erlösende Kraft der KI glaubt, hat er schließlich schon öfter in Buchform dargelegt, weiß Mayer. Wenn Kurzweil nun seinen Glauben an unsere Verschmelzung mit maschineller Intelligenz und sogar den Termin für diese Zeitenwende im Jahr 2045 erneut bekräftigt und begründet mit der zunehmenden Rechenkapazität, wundert sich Mayer nicht. Er ahnt sogar, welches farbenfrohe Logo diese "Umpolung" alter Endzeitvorstellungen tragen wird.