Aus dem Finnischen von Stefan Moster. Wie jedes Jahr verbringt der 13-jährige Lauri den Sommer in Latvala auf dem Bauernhof seines Onkels Eino. Er hilft bei der Heuernte und auf der Weide und träumt sich zusammen mit seiner Cousine Sonja und Cousin Leo in eine geheimnisvoll-sinnliche Parallelwelt. Hier haben die Steine Seelen, der Fluss wird zum Refugium, eine riesige alte Fichte hat mystische Kräfte. Die Anführerin und Meisterin der drei ist die schöne, ungestüme Sonja. Sie stachelt Lauri und Leo zu immer neuen beglückenden, bedrohlichen Dingen an. Sie verleiht ihnen das Gefühl, zu fliegen. Aber dann geschieht die Katastrophe ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.10.2014
Rezensentin Sylvia Staude ist hingerissen von diesem schmalen, lyrischen Roman über drei Kinder - zwei Jungs, ein etwas älteres Mädchen - die einen heiteren Sommer in Finnland verleben. Fröhlicher Inzest inbegriffen. Warum das Mädchen am Ende tot über einem Zaun hängt, wird aus der Rezension nicht ganz klar. Jedenfalls wird das Ereignis nicht in seinen blutigen Details beschrieben, sondern mit großer Diskretion. Am Ende ergeht es Staude mit der Geschichte wie einem der Jungen: als hätte sie einen "intensiven Traum" geträumt.
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