Seit seiner Entdeckung im Jahre 1856 ist der Neandertaler von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben. Wer waren diese Wesen, wie lebten sie, in welcher Beziehung stehen sie zum modernen Menschen? Ralf Schmitz und Jürgen Thissen schildern die Entdeckung, Bergung und erste Untersuchung des ursprünglichen Fossilienfundes im Tal der Düssel, die nachfolgende "Karriere" des Neandertalers in der wissenschaftlichen Debatte um den Ursprung des Menschen und das heutige Bild der Stellung dieser Art in der Humanevolution. Die aufsehenerregende Wiederentdeckung der lange verschollenen Fundstätte und die Bergung weiterer Knochenfragmente des Ur-Neandertalers sowie eines weiteren Individuums (wie auch von Steinwerkzeugen) am gleichen Ort bilden die Krönung dieser Reportage.
Wolfgang Müller hat zu Hause in der Abteilung nichtgelesener Bücher gestöbert und ein nettes Fundstück aus dem vergangenen Jahr aufgetan: eine Kultur- und Wissenschaftsgeschichte über die Entdeckung des Neandertals, eine Veröffentlichung, die selbst Wissenschaftsgeschichte gemacht hat. Denn die beiden Autoren, von Haus Archäologen und Urgeschichtler, haben für diese prächtig illustrierte(n) Geschichte(n) um die Neanderhöhle, in der einst Düsseldorfer Kunststudenten tanzten und wo im Jahre 1856 die Knochenreste des sogenannten Neandertalers gefunden wurden, selbst Hand angelegt und weitergegraben. Mit dem Ergebnis, dass weitere Knochenstücke sowie das Teil-Skelett eines zweiten Menschen gefunden wurden. Der Fund damals, im 19. Jahrhundert, und das drei Jahre später erschienene Buch Charles Darwins über den "Ursprung des Menschen" markierten, so Müller, den Beginn der Paläoanthropologie, denn bis dahin hatte niemand an die Wandelbarkeit des Menschen geglaubt.
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