Rainer Wieland (Hg.)

Der Zorn altert, die Ironie ist unsterblich

Über Hans Magnus Enzensberger
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN 9783518395998
broschiert, 350 Seiten, 10,12 EUR

Klappentext

Mit Beiträgen von Irene Dische, Robert Gernhardt, Reinhold Grimm, Jochen Hörisch, Péter Nádas, Peter Rühmkorf, Gaston Salvatore, Frank Schirrmacher u.v.a.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2000

Christoph Bartmann stellt zunächst in seiner Rezension fest, dass sich die meisten Autoren in diesem Band den lobenden Worten Wolf Leppenies` anschließen, in denen Enzensberger unter anderem als „Libero der Literatur, eine Wetterfahne aus Prinzip, ein Wiedergänger Heines“ charakterisiert wird. Die Weltgewandtheit Enzensbergers scheint den meisten Autoren darüber hinaus von besonderer Bedeutung zu sein. Bartmann geht jedoch auch auf die Enzensberger-Rezeption im Ausland ein, für die einige Beiträge in diesem Band sehr aufschlussreich seien geben. So gebe es in manchen Ländern regelrechte Enzensberger-Gemeinden, während der Autor beispielsweise in Korea in erster Linie als Verfasser seines Mathematik-Buches „Der Zahlenteufel“ bekannt sei. Fast allen Beiträgen in diesem Gratulationsband sei die Verwunderung anzumerken, dass Enzensberger seine zahlreichen Aktivitäten als Autor, Übersetzer usw., ganz alleine bewerkstelligen und organisieren kann. Etwas bedauerlich findet es Bartmann, dass man diesem „Phänomen“ auch durch das Buch nicht auf die Spur komme. Dass keine kritischen Töne zu hören sind, kann der Rezensent verschmerzen: „Die Ehre der Kritik“ könne man Enzensberger zu einem späteren Zeitpunkt immer noch erweisen.
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