Rainer Flindt

Biologie in Zahlen

Eine Datensammlung in Tabellen mit über 10.000 Einzelwerten
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2000
ISBN 9783827409744
gebunden, 283 Seiten, 24,54 EUR

Klappentext

Die vergleichenden Tabellen dieses Buches mit Daten aus der Zoologie, Botanik, Mikrobiologie und Humanbiologie dienen der Präsentation wichtiger biologischer Sachverhalte in der Lehre an Schulen und Universitäten. Die Daten sind deshalb bereits unterrichtsbezogen zusammengestellt. Aber auch für Studenten und interessierte Laien sind die Tabellen eine wahre Fundgrube wissenswerter Fakten, wobei die Angabe der jeweiligen Extremwerte nützlich ist.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.03.2000

Ein paar tausend Tier- und Pflanzenarten kannte die Wissenschaft im 18. Jahrhundert; moderne Biologen denken in Trillionen. Urs Willmann rezensiert zwei Titel, die naturwissenschaftlich mit Zahlen jonglieren.
1) Rainer Flindt: "Biologie in Zahlen"
Schmucklos in der Aufmachung, aber bestechend im Detail findet Urs Willmann das neu aufgelegte Tabellenwerk von Rainer Flindt. Ein "Guinness Buch der Biologierekorde" ist es genannt worden. Auch Willmann ist augenscheinlich fasziniert von der Skurrilität des rohen Datenmaterials aus allen Sparten der Biologie, das Wachstumsgeschwindigkeiten von Gesichtshaaren und Daumennägeln auflistet und die Zahl der Schweißdrüsen an verschiedenen Körperteilen oder die Erregungsgeschwindigkeiten unterschiedlicher Nervenarten vergleicht. "Biologie in Zahlen" versteht sich als "nüchterne Addition von Tatsachen des Lebens", wie Willmann hervorhebt, der den Charme des Buchs gerade im Verzicht auf "jegliche Anbiederung an den Zeitgeist" erkennt.
2) Michael Gleich, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Fabian Nicolay: "Life Counts"
Nicht so sehr den Zahlen selbst als der Frage, wie man an sie gelangt, widmet sich das Autorenteam Gleich, Maxeiner, Miersch und Nicolay. Anerkennend hebt der Rezensent hervor, daß "Life Counts" den Leser nicht mit Daten zuschütte, sondern die "Geschichten ihrer Erhebung" gleich mitliefere. Die Forscher-Anekdoten haben Willmann so beeindruckt, daß er sie gleich nacherzählt: etwa die Aktion des Insektenkundlers Terry Erwin im Regenwald von Panama, der mit Hilfe des biologisch abbaubaren Vertilgungsmittels Pyrethrum 1200 Käferarten von einem einzigen Baum holte. Die Stärke des Buches besteht nach Willmann in der "Gesamtschau". Lobend zitiert er aus einem Kapitel, das die "Wildnis als Wirtschaftsfaktor" betrachtet: Die Honigbienen der USA, haben Forscher errechnet, leisten jährlich Dienste im Wert von 6,7 Milliarden Dollar.
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