Aus dem Norwegischen von Knut Krüger. Im eisigen Schneetreiben und bei minus 50 Grad muß der erste Vorstoß zum Südpol unter Roald Amundsen, im September 1911, abgebrochen werden. Amundsen hat gegen jede Vernunft und Moral die Expedition vorwärts getrieben und Hjalmar Johansen, wagt es ihn zu kritisieren, und wird dafür zur Strafe von der Eroberung des Südpols ausgeschlossen. Von dieser Demütigung und der Zerstörung eines Traums wird er sich nie wieder erholen.
Sehr angetan ist Reinhard Osteroth von dieser Biografie. Sie stelle einen Mann vor, der bisher immer im "Schlagschatten der Lichtgestalten" Nansen und Amundsen gestanden hätte und somit kaum bekannt sei. Durch die Figur Johansen sei ein interessanter Blick auf die "Innenansicht" der berühmten Polarexpeditionen möglich, die man sonst nur aus der Perspektive ihrer Expeditionsleiter kenne. Die Biografie zeige sowohl die verspielten Seiten wie auch die tiefe Verbitterung Johansens, der sich 1913 das Leben nahm.
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