Aus dem Italienischen übersetzt von Juliane Riepe. Mit zahlreichen Abbildungen und Notenbeispielen. Johann Adolf Hasse (1699-1783) war zu Lebzeiten eine europäische Berühmtheit.
Seine Opern, aber auch seine Kantaten, Kirchenmusikwerke und Oratorien
erreichten eine enorme Verbreitung und galten als Muster der jeweiligen
Gattungen. Bald nach dem Tod des Komponisten gerieten seine Werke jedoch
in Vergessenheit, und von der Erinnerung an seine Person blieben kaum
mehr als Artikel in Enzyklopädien und Lexika und einige anekdotisch verbrämte
Erzählungen. Eine Wiederentdeckung von Hasses Musik gab es erst
in den letzten Jahrzehnten - deutlich später als bei anderen Komponisten aus
der Mitte des 18. Jahrhunderts. Zusammen mit seinen Werken kam dabei
eine faszinierende Persönlichkeit in den Blick, die über beste Kontakte zu den
europäischen Höfen verfügte und deren Karriere die wichtigsten Musikzentren
dieser Zeit umspannte - Hamburg, Neapel, Venedig, Dresden, Wien, und
am Ende seines Lebens noch einmal Venedig.
Die hier vorgelegte, zunächst in italienischer Sprache erschienene Biografie
wurde für die deutsche Ausgabe neu bearbeitet. Sie stellt Johann Adolf
Hasse erstmals auf umfassende Weise in den Kontext der europäischen Gesellschaft
und der wichtigsten musikhistorischen Entwicklungen seiner Zeit.
Dabei erweist er sich als einer der bedeutendsten Komponisten des 18. Jahrhunderts,
dessen Ausnahmerang sich erst in Grundzügen abzeichnet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2016
Jan Brachmann lernt den bekanntesten Komponisten der Zeit zwischen 1730 und 1770 kennen mit Raffaele Mellaces Monografie. Von Mellace erfährt der Rezensent nicht nur, warum Johann Adolf Hasse nach seinem Tod so schnell vergessen wurde, sondern auch, wie sich Hasses glückliches Leben und Schaffen als Meister der höfischen Oper zwischen Venedig und den Fürstenhäusern Braunschweig, Neapel und Habsburg entwickelte. Der Netzwerker Hasse wird für Brachmann lebendig, durch exakte Datierungen, Besetzungen von Hasses Opern und Benennung stilistischer Eigenheiten ebenso dessen Werk. Und weil der Autor Hasses Leben kulturgeschichtlich einzubetten weiß, lernt der Rezensent auch das Venedig Casanovas kennen. Für Brachmann ein kluges Buch, ein Beispiel für die gelungene Verbindung von genauer Philologie und Exkurs.
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