Pio Caroni

Die Einsamkeit des Rechtshistorikers

Notizen zu einem problematischen Lehrfach
Cover: Die Einsamkeit des Rechtshistorikers
Helbing und Lichtenhahn Verlag, Basel 2005
ISBN 9783719022617
Gebunden, 192 Seiten, 37,00 EUR

Klappentext

Welche Rolle spielt die Rechtsgeschichte in der heutigen Juristenausbildung? Das Werk des Rechtshistorikers Pio Caroni kreist aus vielfältigem Blickwinkel um Überlegungen zur Bedeutung, die der historischen Dimension der Juristenausbildung bisher zukam und noch künftig zukommen sollte. Er bekennt sich zur Autonomie des rechtshistorischen Unterrichts, fragt daher auch nach den Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit die Rechtsgeschichte ihre Autonomie erhalten kann und von den dogmatischen Fächern - denen legitimierende Kontinuität wichtiger als Kritik ist - nicht vereinnahmt und instrumentalisiert wird.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.02.2006

Überaus angetan zeigt sich Rezensent Nikolaus Linder von Pio Caronis Buch "Die Einsamkeit des Rechtshistorikers". Wie er berichtet, beleuchtet der emeritierte Berner Rechtshistoriker in vier Aufsätzen das "Problemfach" aus verschiedenen Perspektiven, um "kluge, vielschichtige Antworten auf oft gehörte Fragen" zu geben. Die Frage nach dem Sinn des rechtshistorischen Unterrichts etwa beantworte Caroni mit dem Hinweis auf die eminente Geschichtlichkeit des positiven Rechts. Linder hebt hervor, dass Caroni auch um prägnante wissenschaftstheoretische Stellungnahmen nicht verlegen ist. Insgesamt würdigt er den "luziden Stil" sowie die "feine Ironie und intellektuelle Weltläufigkeit" des Autors. Das Fazit des Rezensenten: ein "Vergnügen nicht nur für professionelle Rechtshistoriker, sondern für alle, die sich für die mannigfachen Beziehungen zwischen Recht und Geschichte interessieren."
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