Pierre-Francois Hugues D´Hancarville

Die Antiken aus der Sammlung von Sir William Hamilton. The Complete Collection of Antiquities from the Cabinet of Sir William Hamilton

Englisch / Französisch / Deutsch
Cover: Die Antiken aus der Sammlung von Sir William Hamilton. The Complete Collection of Antiquities from the Cabinet of Sir William Hamilton
Taschen Verlag, Köln 2004
ISBN 9783822821954
Gebunden, 550 Seiten, 150,00 EUR

Klappentext

Mit 460 zum Teil farbigen Bildtafeln. Text von Sebastian Schütze unter Mitarbeit von Madeleine Gisler-Huwiler. Englische Übersetzung: Michael Scuffil, Chris Miller. Französische Übersetzung: Wolf Fruhtrunk. Deutsche Übersetzung: Bettina Blumenberg. This spectacular compilation of plates, representing a superb collection of ancient vases, is the fruit of a collaboration between Sir William Hamilton (1730-1803), British diplomat and collector, and Pierre-Francois Hugues d?Hancarville (1719-1805), an adventurous connoisseur and amateur art dealer.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.10.2004

Roman Hollenstein bejubelt hingerissen diesen Reprint des vierbändigen, zwischen 1767 und 1796 erschienenen Werks mit Stichen der antike Vasensammlung William Hamiltons. Diese "kostbare" Ausgabe der Farbabbildungen der berühmten Sammlung veränderte den Blick Europas auf die antike griechische Kunst und hatte weit reichenden Einfluss auf die Kunst und den Geschmack des 18. Jahrhunderts, weiß der Rezensent zu berichten. Der Reprint bildet die Vasen auch nach heutigen Ansprüchen genügenden "Maßstäben" und in einer "Schönheit der Präsentation" ab, die den entzückten Hollenstein überzeugen. Dass die vorliegende einbändige Ausgabe den ursprünglichen Textteil von Pierre-Francois Hugues d'Hancarville weggelassen hat, findet der Rezensent nicht weiter schlimm, handelt es sich dabei doch vor allem um "langfädige archäologische Exkurse" und er sieht sich durch die "hervorragende Qualität" der Bildtafeln mehr als entschädigt. Nur die Entscheidung, einige Farbtafeln nicht in der Originalgröße, mitunter nur im Ausschnitt und in einer veränderten Abfolge abzudrucken, findet Hollenstein unverständlich und er moniert sie als "unnötige Abweichungen" vom Original. Über diese "kleinen Schönheitsfehler" schaut der Rezensent jedoch großzügig hinweg, weil ihn die Vorzüge dieses "höchst willkommenen Unternehmens" schwerer wiegen als die Mängel. Die "attraktiv illustrierte" Einführung durch Sebastian Schütz vermag seine Begeisterung noch zu steigern, zumal sie auch dem "interessierten Laien" diese "einst so umschwärmte Vasensammlung" näher bringt, wie er betont.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.10.2004

Viel Aufregung gab es ja um den Brand der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar, in der auch die Originale des 1766 erschienenen Katalogs der "Antikensammlung aus dem Kabinett von Sir William Hamilton" aufgehoben wurden. Die Aufregung und Empörung über den Brand und seine Ursachen lässt sich an so einem konkreten Beispiel viel eher nachvollziehen, denn bislang, so G.K., weiß niemand, ob die Originale des Hamilton-Katalogs auch verbrannt sind. Für den schlimmsten Fall gibt es jetzt einen modernen Nachdruck zur rechten Zeit anzuzeigen, der laut G.K. einen ausgezeichneten Eindruck von der Pracht jener Vasensammlung vermittelt, die der britische Gesandte Sir William Hamilton Ende des 18. Jahrhunderts in Neapel anlegte. Er sammelte Zeugnisse etruskischer, römischer und griechischer Töpferkunst und ließ seinen Schatz, bevor er ihn gen England einschiffte, durch den Kunsthändler d'Harcanville dokumentieren. Dieser besorgte seinen Auftrag, so G.K., "aufs Luxuriöseste und gleichzeitig Exakteste", die Abbildungen seien minutiös, farbenprächtig und suggestiv, was für G.K. den ungemeinen Erfolg dieser Vasensammlung im europäischen Klassizismus und in der britischen Steingutmanufaktur Wedgwood erklärt.
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