Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2000
Anstrengend und amüsant zugleich fand Rezensent René Aguigah die Lektüre dieser Studien über den symbolischen Wandel des Geldes. Amüsant wegen der vielen Anekdoten, um die herum die Betrachtungen geschlungen werden. Anstrengend, weil zwar die "Kultursemiologie, ganz in der Tradition von Levi-Strauss", das Vorbild sei - aber ein unerreichtes eben. Nicht ohne Sympathie werden ein paar hübsche Geschichten und dazugehörige Theorien dann auch erzählt und ordentlich diskutiert. Doch bald ist die Kritikergeduld dann verbraucht. Oft, findet Aguigah nämlich, sei die Fallhöhe zwischen "begrifflichem Aufwand und analytischem Ertrag" so enorm, dass "sie nichts als Komik" erzeuge. Der Rezensent ortet eine Quelle der Misere in der Barthes-Verehrung von Autor Ricci, die allerdings den "fundamental politischen Impuls" vermissen lasse, mit der Barthes sein "semiologisches Abenteuer" bis zuletzt aufgeladen habe und bloß noch schick daher komme.
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