Mit 324 Abbildungen, davon 280 in Farbe. In der Reihe der Monografien großer Maler würdigt dieser Band das überragende Werk des genialen Renaissancekünstlers in einem Text und der großzügigen Inszenierung farbiger, vielfach ganzseitiger Abbildungen von Gemälden und Zeichnungen sowie der jüngst restaurierten Fresken der Stanzen im Vatikan.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.12.2002
Rezensent Hans Jakob Meier zeigt sich recht angetan von Pierluigi De Vecchis Studie über Raffael. De Vecchi geht es darin Meier zufolge nicht allein um Biografie und ausgeführtes Werk, sondern auch um Raffaels künstlerische Geburt, um die Entwicklung und Umformung der Bildideen, die Raffaels Werk vorangingen. So zeige der Autor Raffael in seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit Leonardo und Michelangelo, und skizziere das Bild eines analytisch studierenden Geistes, der, so Meier, "nur sich selbst verpflichtet bleibt, rasch aufnimmt oder abstößt, was er durchdrungen hat, der seine bleibenden künstlerischen Paten wie Rivalen mit kritischer Ökonomie studiert." Dass De Vecchi entschiedener als üblich Raffaels Zeichnungen in den Mittelpunkt rückt und so unmittelbar zu Raffaels Schaffensschritten vordringt hält Meier für "lehrreicher und nötiger" als die Neubewertungen von anerkannt bedeutenden, doch traditionell umstrittenen Werke Raffaels. Er hebt hervor, dass De Vecchi Raffaels Skizzen zu "aufschlussreichen Entwurfssuiten" der Madonnen, der großen Zyklen der vatikanischen Stanzen und der Transfiguration gruppiert: "Hier sind", erklärt Meier, "in exemplarischer Anschaulichkeit, Raffaels früher und völliger Bruch mit der eigenen Schulung zu sehen, die der entwerfenden Skizze eine strikt dienende Rolle beschied."
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