Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Recht gnädig geht Manuela Reichart zunächst mit dem Einfall der amerikanischen Literaturprofessorin um, die Lektüre von Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" als Spiegel und Sprungbrett für die Beschreibung ihres eigenen Lebens zu benutzen. Aber dann verliert sie angesichts nicht sehr origineller Beobachtungen - zum gesellschaftlichen Leben in Key West, einem Konflikt mit der Vermieterin oder einem geheimen Treffen mit Salman Rushdie - doch die Lust am Lesen. Sobald ihr der Proustsche Faden verlorengeht, fällt der Rezensentin die Langeweile des alltäglichen Geschehens auf die Nerven, die eben nur wenige, wie z.B. Proust, in große Literatur zu verwandeln vermögen.
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