Mit Carl Zuckmayers Wechsel vom Ullstein Verlag zum S. Fischer Verlag nahm 1935 eine enge Freundschaft mit Peter Suhrkamp ihren Anfang, die dieser Briefwechsel dokumentiert. Nach der "Arisierung" des Ullstein Verlags 1934 fand Carl Zuckmayer, einer der erfolgreichsten Dramatiker der Weimarer Republik, im S. Fischer Verlag eine neue verlegerische Heimat. Dort war Peter Suhrkamp sein wichtigster Ansprechpartner bei der Vorbereitung der schließlich von den NS-Behörden verbotenen Veröffentlichung des Romans "Salwàre oder die Magdalena von Bozen". Damit nahm eine enge Freundschaft ihren Anfang. Sie war nicht zuletzt die Basis dafür, dass Zuckmayer nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso wie Bertolt Brecht die Verhandlungen mit deutschen Theatern über die Vergabe von Aufführungsrechten seiner Stücke ohne jedes Zögern Peter Suhrkamp anvertraute. Umgekehrt suchte Suhrkamp Zuckmayers Rat, als sich nach der Währungsreform abzeichnete, dass eine ursprünglich beabsichtigte Zusammenführung des von 1936 an von Suhrkamp geleiteten S. Fischer Verlags in Deutschland mit dem von Gottfried Bermann Fischer geleiteten Verlagsteil, der ins Exil gezwungen worden war, wegen wachsender Differenzen scheitern wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 09.06.2026
Rezensent Wilhelm von Sternburg liest den von Günther Nickel herausgegebenen Briefwechsel zwischen Carl Zuckmayer mit dem Verleger Peter Suhrkamp aus den Jahren 1935-1959 mit Interesse, auch wenn die Korrespondenz nur wenige Einblicke ins Private bietet und es vor allem um Verlegersorgen in der Auseinandersetzung mit Gottfried Bermann Fischer und Autorenzweifel geht, wie er feststellt. Aber auch Zuckmayers Jahre im Exil sind Thema, so Sternburg. Für den Kritiker spiegeln die Briefe eine "Lebensfreundschaft".
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