Aus dem Amerikanischen von Hartmut Schickert. Charles Darwins Entdeckungen veränderten die Welt. Von Kindheit an interessierte ihn einzig und allein die Beobachtung der Natur. Ein brotloser Zeitvertreib, bis ihn ein Professor zur Reise auf der legendären "Beagle" einlud. Was Darwin auf dieser Expedition beobachtete, wurde zur Grundlage seiner Evolutionstheorie. Ein fesselndes und detailreiches Bildersachbuch über den Menschen Darwin und seine bahnbrechenden Ideen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.01.2005
Der Rezensent mit dem Kürzel "amo" findet diese gezeichnete Biografie von Charles Darwin ausgesprochen gelungen, da die Zeichnungen des in den USA lebenden Tschechen Peter Sis eine echte Ergänzung zum geschriebenen Wort sind. Man weiß seiner Meinung nach gar nicht, "welches Medium nun mehr erzählt: der filigran strichelnde Stift (unterstützt vom aquarellierenden Pinsel) oder doch die Schrift". Auf jeden Fall hat Sis sich streng an die historischen Quellen gehalten. Von Darwins "Ideenwelt" - insgesamt fünf Schrifttypen kennzeichnen die verschiedenen hier verarbeitenden Textformen - erfährt man eine Menge. Ebenso spürt man den "Unterstrom intellektuellen Aufbruchs", der in den Zeichnungen glaubhaft vermittelt wird.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 25.11.2004
Ein "Bilderbuch für die ganze Familie" hat Peter Sis da gemacht, findet Thomas David. Nicht nur, weil manche Vorkenntnisse etwa über die Pepsis-Weste von Nutzen sein könnten, sondern auch, weil die Lupe der Großmutter bei den Zeichnungen, die im "Detailreichtum" und der "lakonischen Lebhaftigkeit" den Aufzeichnungen Darwins in nichts nachstehen, durchaus hilfreich seien. Die Veranschaulichung der Reisen Darwins ist gewissermaßen die "Krone von Peter Sis Schöpfung", lobt David. Besonders gut gefällt ihm das durchgängige Stilelement des Kreises, das im Laufe des Buches mal als Regentropfen, mal als Blick durch ein Fernrohr auftritt. Trotz aller Verspieltheit ist "Der Baum des Lebens" aber "kein kinderleichtes Buch", warnt David. Trotzdem: "Anschaulicher lassen sich die Gesetze der natürlichen Selektion wohl kaum erklären".
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