Eigentlich will Henry nur seine Oma im Krankenhaus besuchen. Mit Gülsa, die manchmal auf ihn aufpasst. Aber Gülsa muss noch telefonieren. Da geht Henry schon mal alleine los. Er kennt Oma ja. Allerdings ist das Krankenhaus rie-sen-groß. Und überall sind Leute. Die ganz normalen müssen Besucher sein. Die Leute, die dort arbeiten, erkennt man an ihren grünen, blauen und weißen Kitteln. Und die Patienten sind die mit Gips oder Augenklappe. Aber wie soll Henry da Oma finden? Kann ihm denn gar niemand helfen? Doch. Der Hausmeister. Den trifft Henry unten im Keller. Zum Glück.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2016
Rezensent Andreas Platthaus lernt in Peter Schössow Buch ein Krankenhaus von innen kennen. Dass die Perspektive die eines kleinen Jungen ist, der seine Oma auf Station sucht, scheint Platthaus nicht zu stören. Neugierig folgt er dem Kleinen durch die Klinik, begegnet Ärzten und Patienten und den fahlen Farben einer aseptischen, aber freundlichen, entspannten Umgebung. Den Klinikalltag schildert und zeichnet der Autor auf kluge Weise, meint Platthaus. Die seitenweise angeordneten Episoden könnte er endlos weiter ansehen.
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