Aus dem Ungarischen von Christina Viragh und Heinrich Eisterer. Das, was nicht oder nicht mehr im Text steht, Auslassungen oder gestrichene Passagen, nennt Péter Nádas "Stumme Poetik". Sie bestimmt, wie wir in einen Text eintreten. Wie verlassen wir ihn wieder? Wie ist das Verhältnis von Beschreibung und Dialog, von Raum und Zeit? Wie gelingt es dem Autor, ein Sprachgebilde plastisch, geradezu dreidimensional zu errichten? Um Struktur, Gliederung, Aufbau, Schichtung geht es auch in Haydn im Plattenbau, historisch-soziologische Betrachtung und zugleich sehr persönlicher Nachruf auf den verstorbenen Freund Péter Esterházy. Das gleiche Verfahren wendet der Autor in In den Farben der Dunkelheit an, diesmal bezogen auf den Wechsel vom analogen Bild zum digitalen, dem die Plastizität von Licht und Schatten fehlt, die Tiefe, das Drama.Einer der großen europäischen Erzähler gibt Einblicke in sein Handwerk, sein Werk, und lehrt uns, Bekanntes mit neuem Blick zu sehen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…