Die Stadt zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist das große Thema der City Diaries von Peter Bialobrzeski. In dem bisher 19 Bände umfassenden Projekt untersucht er seit 2013, ob der Entwurf des Bildes einer Stadt, gespeist aus Vorurteilen, Vorgefundenem und medial Vermitteltem in ein spezifisches Bild überführt werden kann. Ob Wuhan oder Wolfsburg - ihn interessieren die von der Globalisierung zunehmend kaschierten kulturellen Unterschiede, die er mittels einer scheinbar objektivierenden Bildsprachesichtbar macht. Dabei schlagen sich auch aktuelle politische und soziale Entwicklungen in Bialobrzeskis Bildern und Tagebucheinträgen nieder. Format und Umfang aller Titel sind identisch. Diese Systematik erlaubt einen vergleichenden Blick auf verschiedenste urbane Situationen. Weitere Bände erscheinen in loser Reihenfolge.
Die "City Diaries" von Fotograf Peter Biolabrzeski kann Rezensent Frank Dietschereit nun schon in beinahe zwanzig Bänden verfolgen, die in Format und Seitenzahl (96) immer gleich aufgebaut sind und sich dem so normalen wie jeweils individuellen Leben in verschiedenen Städten widmen. Die Fotografien, freut sich Dietschereit, nehmen nie das allbekannt Touristische in den Blick, sondern immer den städtischen Alltag und sind deshalb so aufschlussreich, wenn sie das westfälische Unna als "optischen Albtraum" in allen seinen Facetten zeigen. Das gibt dem Kritiker Einblicke, die zum Nachdenken über den Menschen und seine Umwelt anregen - er ist schon gespannt auf die vier Bände, die im Herbst erscheinen werden.
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