Aus dem Englischen von Maria Andreas. Alles beginnt 1935 auf einer Bank im St. James's Park. Hier trifft die junge Lorna den Künstler Matt. Die beiden werden ein Paar, obwohl ihre Familie diese Verbindung missbilligt. Auch ihre Tochter Molly und die Enkelin Ruth werden ungewöhnliche und eigensinnige Lebenswege einschlagen. In ihrem neuen großen Roman "Wechselspiele" nimmt Penelope Lively ihre Leser mit auf eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert sie zeigt drei unterschiedliche Lebensentwürfe in wechselnden Zeitläufen. Dabei bildet London den Hintergrund für wunderbar erzählte Lebens- und Liebesgeschichten dreier selbstbewusster Frauen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2009
Einen Roman wie ein Faltspiel hat Mara Delius da gelesen. Glauben wir ihr, hängt viel vom Abstand ab, aus dem wir die Geschichte dreier Generationen von englischen Frauen betrachten, wenn wir uns ein Urteil über das Buch bilden. Delius jedenfalls erscheint es mal wie der zweite Aufguss einer Jane-Austen-Story, mal wie ein Miniepos über das England der vergangenen 60 Jahre. Dafür dass sie schließlich der zweiten Perspektive den Vorzug gibt, sorgt Penelope Lively mit ihrer Fähigkeit, das Alltägliche ins Substanzielle zu erheben. Ihre "holzschnittartig" angelegten Figuren verwandeln sich für Delius so zu Figuren aus englischem Holz. So gesehen bleibt die Stimme der Autorin laut Delius zwar tonlos, aber gekonnt, weil es in einem Faltspiel auch keinen Erzähler gibt.
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