Der kleine Gorilla stibitzt dem Zoowärter den Schlüssel! Und nun folgen die Zootiere ihrem Wärter bis ins Schlafzimmer. Und wenn nicht alle dessen Frau so höflich auf ihr "Gute Nacht, Liebling" geantwortet hätten, hätten sie dort wohl auch bleiben können...
Mit Wonne ließ sich Rezensentin Hella Kemper von diesem "wunderbaren Pappbilderbuch" in den Zoo und auch einen "paradiesischen Lebenszustand" entführen - einen Zustand, wo alle sich mögen und nett zueinander sind. Darin werden, wie wir der entzückten Schilderung der Rezensentin entnehmen können, alle Tiere im Zoo zärtlich ins Bett gebracht. Die wilden Tiere sind nicht mehr gefährlich und selbst gestörte Menschen sind mild und abgeklärt. Paradiesisch findet die Rezensentin die geschilderten Umstände außerdem, weil die amerikanische Bilderbuchkünstlerin ganz ohne verklärende Verniedlichung auskommt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2006
"Zum Schmunzeln, Lachen und Freuen" ist das Bilderbuch von Peggy Rathmann, meint Rezensentin Elisabeth Hohmeister. Die Autorin beschreibt darin einen Zoowärter, der abends um zehn die Gehege abschließt, ohne den Affen hinter sich zu bemerken, der alle Türen wieder öffnet. Am Ende landen alle freigelassenen Tiere im Schlafgemach des Zoowärters und das erinnert die Rezensentin doch sehr an gewisse Szenen aus dem Kinderzimmer: "Bunt und unbeschwert" geht es dort zu, "munter bis in die Nacht" sind alle Beteiligten. Schön findet sie die "beweglichen Pappseiten", auf denen die ganze Szenerie geschildert wird. Die Kritikerin ist sich sicher, mit Rathmanns Buch den Beweis in Händen zu halten, dass auf den "ausgetretenen Pfaden" früherer Kinderbücher neue Bilder für die neue Kindergeneration entstehen können. Alles in allem: "komisch und zeitlos".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2006
Rundum gelungen erscheint Rezensentin Gundel Mattenklott dieses Bilderbuch von Peggy Rathmann über einen kleinen Gorilla, der einem Zoowächter die Schlüssel für die Käfige stibitzt und eine Schar von Tieren hinter dem Ahnungslosen her bis in dessen Schlafzimmer führt. Besonders gefallen hat der Rezensentin die liebevolle Gestaltung des vergnüglichen Pappbilderbuchs, an dem nicht nur die Kleinen ihre Freude haben werden, sondern auch die erwachsenen Mit-Betrachter. Darüber hinaus zeichnet sich die Gute-Nacht-Geschichte ihres Erachtens durch "Transparenz der Erzählung", "differenzierende Darstellung" und "bunte Handlungsvielfalt" aus. Insgesamt würdigt Mattenklott das Buch als "Muster kinderliterarischer Einfachheit".
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