Klappentext
Aus dem Italienischen von Ingrid Ickler. Fremdsein, Träume, Techno und das Meer. Dieser Sommer in Rom wird alles verändern. Der ruhelose Kamil sehnt sich nach seiner Mutter und den Jungs aus der Vorstadt, er verabscheut die perfekte Familie, die sein Vater mit einer anderen Frau gegründet hat. Die verschlossene Beatrice wäre lieber in Warschau geblieben. Nach einem Jahr beim Vater kehren die Geschwister zur wohlhabenden Mutter zurück, in die Villa nach Ostia unweit des Meeres. Hier gab es keine Wärme, nur Marmor und Kristallleuchter. Während Kamil versucht, alles unter Kontrolle zu halten, findet Beatrice unerwartet Zuneigung bei denen, die sich ausgeschlossen fühlen. Von der Kraft der Freundschaft, von Poesie, die verbindet, von Musik, die rettet … auch wenn rundherum alles brennt.Ein wilder Versuch zu leben! Intensiv, heftig, elektrisierend.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.04.2026
Hochkochende Gefühle Jugendlicher im Sommer sind ja ein altbekannter Topos, findet Rezensentin Anna Weiß, die polnisch-italienische Schriftstellerin Paulina Spiechowicz fügt dem mit ihrem Debütroman eine weitere Perspektive hinzu. Die Geschwister Beatrice und Kamil haben selbst einen Migrationshintergrund, den Sommer verbringen sie in Italien, wo die Flammen in mehr als einer Hinsicht lodern, lesen wir. Sprachlich ist das für Weiß recht holprig bis pathetisch, auch wenn es Szenen gibt, in denen diese emotionale Aufladung gut funktioniert, etwa, wenn Beatrices Lidstrich fehlschlägt und sie das kurz in Verzweiflung stößt. Auch die abgründige Familiengeschichte der Geschwister überzeugt die Kritikerin, die Mutter verhält sich missbräuchlich, über die psychischen Probleme des Bruders hätte sie gern noch mehr erfahren. Eine Leseerfahrung, die sich trotz mancher Schwächen intensiv gestaltet, wie sie resümiert.
Kommentieren

