Aus dem Amerikanischen von Brigitte Jakobeit. Ivan ist ein einsames Kind: Sein Vater ist meist verreist, seine Mutter seit vielen Jahren tot. Einzig die haitianische Haushälterin Giselle kümmert sich liebevoll um ihn. Das ändert sich, als sein Vater beschließt, ein Portrait von Ivan anfertigen zu lassen: In dem jungen Maler Matt und der eigens für ihn engagierten Vorleserin Miss Manderby findet er neue Freunde. Matt begegnet ihm offen und zeigt dem Jungen eine ganz neue Welt, die sich von der eines wohlbehüteten Sprosses aus guten Kreisen gänzlich unterscheidet. Ivan darf Matt und Miss Manderley auf eine Reise nach Kalifornien begleiten ein Ausbruch aus dem goldenen Käfig seiner Kindheit. Matt hilft Ivan das Rätsel um den Tod seiner Mutter zu lösen und baut damit eine neue Brücke zwischen Vater und Sohn. Als am Ende Ivans Portrait vollendet ist, sieht er sich zum ersten Mal selbst: Genau so, wie er ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2007
Dieses Kinderbuch von Paula Fox hat Rezensentin Elena Geus sehr gefallen. Es gehe darin eigentlich nicht nur um ein Bild von Ivan, sondern um zwei Bilder, stellt sie anfangs fest. Der Maler Matt, vom Vater beauftragt ein Porträt des Sohnes Ivan zu malen, malt noch ein anderes dazu, das sich ihm aus Ivans Erzählungen ergibt, eine Phantasie über die Mutter und ihre Familie aus Russland, die der Junge nie kennen gelernt hat. Geus ist beeindruckt davon, mit "welch großer Achtung" die amerikanische Autorin ihre Figuren behandelt, die nicht selten ziemlich "wunderlich" seien. Und es gefällt ihr, dass bei Fox trotz eigener desaströser Kindheit nicht "gejammert wird - nicht im Leben und nicht im Werk".
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