Paul Maar

Lippel, träumst du schon wieder!

(Ab 9 Jahre)
Cover: Lippel, träumst du schon wieder!
Friedrich Oetinger Verlag, Hamburg 2012
ISBN 9783789142697
Gebunden, 206 Seiten, 13,95 EUR

Klappentext

Lippel träumt weiter! Das zweite Abenteuer vom großen kleinen Weltenerfinder. Lippel hat überhaupt keine Lust, mit seinen Eltern in den Urlaub auf die Lofoten zu fahren. Viel lieber möchte er mit seinen Freunden spielen. Doch daraus wird nichts. Seine Eltern nehmen ihn mit in den hohen Norden und dort erlebt Lippel das größte Abenteuer seines Lebens. Er lernt das Mädchen Luna kennen, das auch ein Troll sein könnte, so wie sie aussieht mit ihren roten Haaren, nackten Füßen und zerrissenen Hosen. Kein Wunder, dass Lippel bald wieder träumt, und zwar von der Trollprinzessin Ganaxa mit Fledermausohren und puscheligem Schwanz, die sein Herz erweicht und ihn in ungeahnte Gefahren stürzt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.11.2012

Dreißig Jahre nach "Lippels Traum" hat Paul Maar mit "Lippel, träumst du schon wieder!" nun einen Fortsetzungsband veröffentlicht und Rezensent Uwe Ebbinghaus nimmt seinem Sohn heimlich das Buch weg, um selbst noch einmal das "Kindheitswohlgefühl" der siebziger Jahre zu erleben. Nach der Lektüre stellt der Kritiker allerdings ein wenig enttäuscht fest, dass Maar schon bessere Bücher geschrieben hat. Die Geschichte um Lippel, der, nur wenig gealtert, mit seinen Eltern in ein norwegisches Feriendorf reist, dort die kleine Luna und ihre Großmutter kennenlernt und sich bald fort aus der Realität und hinein in eine Trollwelt träumt, liest Ebbinghaus zwar durchaus amüsiert. Auch Maars Verweise auf nordische Mythen und Swifts "Gulliver" haben ihm gefallen. Bisweilen fühlt er sich allerdings doch zu sehr an die Ästhetik eines Computerspiels erinnert. Darüber hinaus erscheint ihm der bei Maar sonst so wunderbar fließende Übergang in die Welt der Fantasie hier ein wenig zu bemüht. Die liebevoll entworfenen Schlusskapitel versöhnen den Kritiker dann aber doch wieder mit Lippel, der offenbar auch seinen Kindern viel Freude bereitet hat.
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