Paul Hugger, Richard Wolf

Wir sind jemand

Gruppenfotografien von 1870 bis 1945
Cover: Wir sind jemand
Benteli Verlag, Bern 2012
ISBN 9783716517208
Gebunden, 348 Seiten, 62,00 EUR

Klappentext

Fotografien von Gruppen waren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ein beliebtes Mittel, sich selbst und seine Lebenswelt festzuhalten. In ihnen äußert sich das ganze Selbstvertrauen des aufsteigenden Bürgertums, das sich bewusst in Szene setzte. Doch trotz der damaligen Popularität von Gruppenfotografien galten sie lange als zu trivial und zu unkünstlerisch, um sich damit auseinanderzusetzen. In diesem reich bebilderten Buch lassen sich nun bisher meist unveröffentlichte fotografische Schätze aus Privatsammlungen entdecken, und mit ihnen das Flair vergangener Zeiten: wohlerzogene höhere Töchter in weißen Schürzen, stolze Athleten mit ihren Pokalen, Feuerwehrkommandanten, die sich als Retter in der Not verewigt wissen wollen Familien, Vereine, Schulklassen, Studentenverbindungen, Fabrikbelegschaften, Militärkompanien.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.06.2012

Wohlig wurde es Burkhard Müller beim Blättern durch diesen "schönen Band", in dem Paul Hugger und Richard Wolf diese alten Gruppenfotografien versammeln, die gemeinhin in der großen Kiste auf dem Speicher vermodern. Gesangsvereine, Alpenführer, Käser und Küfer blicken dem Rezensenten hier mit ernsten Augen und gezwirbelten Schnurrbärten entgegen, und Müller lässt sich das gern gefallen. Sorgsam aufbereitet und freundlich kommentiert erinnern ihn diese Fotografien daran, nicht gering zu schätzen, was anderen einst so wichtig war. Schließlich erklärt Müller auch, was diesen Band so "eminent schweizerisch" macht: Nicht nur der Wortschatz (Schmutzlis und Gstältlis kommen vor), sondern auch die prächtige Ausstattung, die auf ein "großzügiges Mäzenaten- und Stiftungswesen" schließen lasse.

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