Paul di Filippo

Mund voll Zungen

Ihre totipotenten Tropicanalia. Roman
Cover: Mund voll Zungen
Suhrkamp Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783518461839
Kartoniert, 250 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Katja Bendels und Dietmar Dath. Jeder Satz dieses Buches ist die Gestaltwerdung eines fiebrigen Traums. Plastisch und tabulos beschreibt Paul Di Filippo eine neue Dimension körperlicher Freuden. Amerika im Jahr 2015. Kerry Hackett unterzieht sich einer unheimlichen Transformation. Sie verschmilzt mit einem parabiologisch erschaffenen Wesen und wird zu einer Art alchemistischer Gottheit: übermenschlich, übersexualisiert und fähig, ihrer Gestalt jede nur erdenkliche Form zu verleihen. Sie verlässt die von einem totalitären Regime beherrschten USA und zieht in den Dschungel Brasiliens. Dort erprobt sie ihre neuen Fähigkeiten an jenen, die sich ihrer für würdig erweisen, und strebt auf eine neue Daseinsstufe zu.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2011

Alexander Müller kann sich nicht entscheiden, ob er den beträchtlichen utopischen Verlockungen dieses Science-Fiction-Romans von Paul Di Filippo nachgeben oder sich doch lieber angeekelt über die blumig gefassten, durchaus pornografischen, oft schlicht unappetitlichen Vereinigungsfantasien des Autors abwenden soll. Immerhin erscheint ihm die Geschichte der multiplen Befreiung von der genetischen Determination sowie von gesellschaftlichen Repressionen höchst reizvoll. Ob sich der Leser allerdings mit der in jeder Hinsicht entgrenzten Hauptfigur identifizieren mag, bleibt für den Rezensenten angesichts von Schmerz und Erniedrigung als den Bedingungen der neuen Lebensform immerhin zweifelhaft.
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