" CD smit 101 Minuten Laufzeit. "Ich hörte sagen": Paul Celans Vortrag offenbart, wie sehr dieser Dichter aus und in der Sprache lebt, wie er spricht, um zu leben. Die gleiche Konzentration auf das Wort fordert er auch von seinen Hörern. Die "Todesfuge" beschwört in geradezu zynischer Musikalität den Massenmord in den Konzentrationslagern. Sein Werk zeigt, daß auch nach Auschwitz Lyrik noch möglich ist, wenn sie die bittere Realität nicht verdeckt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.04.2005
Die mit "czz" zeichnende Rezensentin zeigt sich beglückt über die Neubegegnung mit der oft als schwer zugänglich geltenden Lyrik Paul Celans, ermöglicht durch die Neuedition verschiedener Lesungen Celans durch den Hörverlag. Was den Genuss dieser "akustischen Preziose" allerdings nicht unerheblich trübe, sei die Tilgung "aufschlussreicher Doubletten" sowie ein Dutzend falscher Quellenangaben im Booklet, tadelt die Rezensentin.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…