Paul Bowles

So mag er fallen

Roman. Gesammelte Werke Band 2
Cover: So mag er fallen
Goldmann Verlag, München 2001
ISBN 9783442309351
Gebunden, 414 Seiten, 24,54 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Maria Wolff. Neu durchgesehen von Pociao. Aus der Langeweile und Leere seines New Yorker Berufsalltags flieht der Bankangestellte Nelson Dyar Ende des Zweiten Weltkriegs nach Tanger. Er hofft hier ein neues Leben jenseits aller Zwänge beginnen zu können. Doch dann kommt alles ganz anders: In der für ihn fremden Umgebung der orientalischen Stadt verstrickt Dyar sich zunehmend in einem verwirrenden Netz von Intrigen und undurchsichtigen Geschäften.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 08.12.2001

Der amerikanische Schriftsteller und Komponist Paul Bowles hat mehr als ein halbes Jahrhundert in Marokko verbracht, berichtet Florian Vetsch. Der Rezensent ist hell erfreut über das Anliegen des Goldmann-Verlages, viele der lange vergriffenen Werke Bowles, der 1949 mit seinem Erstlingsroman "Der Himmel über der Wüste" einen Welterfolg landete, nun wieder herauszubringen. Zwei Bände sind dem Rezensenten eine ausführlichere Beschreibung wert. Sowohl der erste Band mit gesammelten Erzählungen als auch der Roman "So mag er fallen" haben das Herz von Vetsch höher schlagen lassen. Wem nach Abgründigem, "erotisch Unterminiertem" und nach Abenteuer gelüstet, für den ist dieser Roman genau das Richtige, verspricht der Rezensent. Erzählt wird die Geschichte des "Antihelden" und "Nobodys" Nelson Dyar, den es in den fünfziger Jahren nach Tanger verschlägt, wo er sich in eine blutjunge Prostituierte verliebt, dem Hasch-Konsum hingibt und am Ende im Rausch zum Mörder wird. Das Buch lockte seinerzeit die Beatgeneration in die marokkanische Stadt, die lange Zeit ein El Dorado für Schmuggler, Spione, Spekulanten und Lebenskünstler aller Art war, schwärmt Vetsch. "So mag er fallen" ist Bowles einziger Roman, der in Tanger spielt, ein Roman über einen "Mann ohne Eigenschaften", in dem sich der Autor ein weiteres Mal als literarischer Meister der Grausamkeit zeige, schaudert es angenehm den Rezensenten.
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