Aus dem Amerikanischen von Maren Illinger. Als Arn Chorn Pond noch ein Junge ist, übernimmt das radikale kommunistische Regime der Roten Khmer die Macht in Kambodscha. Es folgt ein schrecklicher Völkermord, dem zwei Millionen Menschen zum Opfer fallen - ein Viertel der gesamten Bevölkerung. Arn hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Denn er ist selbst zum Täter geworden. Und es ist ihm schwer gefallen, den Tiger in seinem Herzen zu bändigen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.03.2015
Die Lektüre von Patricia McCormicks Roman "Der Tiger in meinem Herzen" kann Rezensentin Petra Steinberger zwar dringend empfehlen, rät aber zugleich, Kinder dabei nicht alleine zu lassen. Denn zum einen ist das, was McCormick hier nach langen Gesprächen mit dem heute als Menschenrechtler aktiven Arn Chorn-Pond fiktionalisiert und brillant recherchiert über dessen grausame Kindheit in Kambodscha unter der Herrschaft der Roten Khmer erzählt, äußerst verstörend. Zum anderen lässt die aus der direkten Sprache des damals Elfjährigen, der erst in ein Kinderlager, dann in eine Einheit der Khmer-Kindersoldaten gesteckt wurde, erzählte Geschichte Erklärungen über die Hintergründe des grausamen Verbrechens vermissen, bemängelt die Rezensentin, die sich zumindest ein Glossar gewünscht hätte.
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