Warum sich die Linke nicht an der Zerstörung des Individuums durch die moderne Gesellschaft beteiligen darf. Warum wir nicht zulassen dürfen, dass die Demokratie von der verbreiteten Entpolitisierung und Verantwortungslosigkeit ausgehöhlt wird und sich der Einzelne auf Surrogate wie "Multikulturalismus" und "political correctness" zurückzieht.
Positiv äußert sich Rezensent Rudolf Walther über Paolo Flores d'Arcais' Band mit Essays zur linken Theorie, deren Defizite der italienische Philosoph in den Blick nimmt. Besonders schätzt er die kritische Auseinandersetzung mit der Vernachlässigung des Individuums, die linke Theorien und linke Politik oft aufweisen, sowie mit der Unfähigkeit vieler Linker, den Substanzverlust demokratischer Formen zu erkennen. Zudem hebt er Flores d'Arcais' Plädoyer für eine auf den Schutz des Individuums und seiner Rechte ausgerichtete Demokratie hervor. Dabei betont er dessen Prinzip einer praktischen Politik, "die den politischen Einfluss neutralisiert, der aus der ungleichen Verteilung des Reichtums erwächst" (d'Arcais). Wie dies im politischen Alltag realisierbar ist, wird für ihn allerdings nicht so ganz deutlich. Insgesamt findet Walther vor allem die Kritik an der medial inszenierten Parteienherrschaft sowie das Plädoyer für eine Demokratisierung der bestehenden Demokratien überzeugend.
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