Pamela Moore

Cocktails

Roman
Cover: Cocktails
Piper Verlag, München 2015
ISBN 9783492056922
Gebunden, 304 Seiten, 20 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Tanja Handels. Dieses Debüt einer Achtzehnjährigen gehört zu den großen vergessenen Romanen der amerikanischen Literatur. Millionenfach verkauft, war es in den Fünfzigerjahren das Kultbuch einer Generation. Courtney gilt in ihrem Internat an der amerikanischen Ostküste als gute Schülerin, doch seit sie mit der frühreifen Janet befreundet ist, haben die beiden alles außer Schule im Kopf. Als ihre beunruhigte Mutter Sondra, Schauspielerin, ihre Tochter nach Los Angeles holt, verliert sich Courtney in den ausschweifenden Partys, in den dämmrigen Bungalows Hollywoods. Verwirrt von ihrer erwachenden Sexualität und den Verlockungen des Erwachsenenlebens sucht das kluge Mädchen verzweifelt nach Halt - doch ihr Umfeld ist so überfordert wie sie. - Unverblümt erzählt "Cocktails" von Sehnsucht und Schmerz der Jugend.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.11.2015

Rezensent Martin Halter hat Pamela Moores 1956 erschienenen Coming-of-Age-Roman "Cocktails" nicht als modernen Klassiker, aber doch als "Sittenbild jugendlicher Verderbtheit" gelesen. Die gern gezogenen Vergleiche mit Sylvia Plath oder Françoise Sagan mag der Kritiker ganz und gar nicht bekräftigen: Auch wenn Moore ihre neurotische Protagonistin Courtney von Alkoholismus, Promiskuität unter Minderjährigen, Missbrauch durch den Vater und Selbstmord alle Stufen des Untergangs und der Verzweiflung durchschreiten lässt, erinnern ihn zahlreiche Passagen doch eher an Courths-Mahler als an die Ikonen des Saganismus. Auch Moores "ranziges Moralisieren" hat dem Rezensenten missfallen; berührt hat ihn das Schicksal des jungen Mädchens dann aber doch.
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Rezensionsnotiz zu Die Welt, 05.09.2015

Das die amerikanische Schriftstellerin Pamela Moore in Vergessenheit geriet, nachdem sie sich 1964 im Alter von 26 Jahren erschossen hatte, ist für den Rezensenten Harald Peters unerklärlich. Umso mehr freut er sich, dass ihr "erstaunliches", wenn auch für den Kritiker desillusionierendes Romandebüt nun wieder aufgelegt wird. Für Peters sollte "Cocktails" gerechterweise in einer Reihe stehen mit Salingers "Fänger im Roggen" und Bret Easton Ellis' "Unter Null". Das Buch von 1956 habe sich nach seinem Erscheinen millionenfach verkauft und zum Skandal getaugt, weiß der Rezensent zu berichten, schließlich gehe es darin um eine 15-Jährige, die trinkt und eine Affäre mit einem schwulen Schauspieler beginnt.
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