Oyinkan Braithwaite

Das Baby ist meins

Roman
Cover: Das Baby ist meins
Blumenbar Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783351050894
Gebunden, 128 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer. "Das Baby ist meins" ist eine augenzwinkernde Ansage an das Patriarchat, ein Einblick in die nigerianische Gesellschaft - und vor allem eine Geschichte um zwei Frauen, die wie Löwinnen um das Baby in ihrer Mitte kämpfen. Natürlich ohne Rücksicht auf Verluste oder gar auf den Mann, der versucht herauszufinden, wem er glauben soll. Und der selbst alles andere als ein Unschuldslamm ist.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 02.02.2021

Rezensent Ulrich Noller annonciert mit Oyinkans Braithwaites "Das Baby ist meins" den ersten "Corona-Lockdown-Roman", mehr noch: Der zweite Roman der nigerianisch-britischen Schriftstellerin ist nicht einfach "Literatur aus Afrika", sondern "Weltliteratur", jubelt Noller. Er liest hier die Geschichte des wohnungslosen Gigolos Bambi, der nach dem Corona-Tod seines Onkels bei seiner Tante in Lagos Unterschlupf findet, wo ihn allerdings auch die Geliebte des Onkels und ein Baby erwarten, dessen Mutterschaft beide Frauen für sich beanspruchen. Es herrscht Lockdown in Lagos, die Frauen kämpfen erbittert um das Kind und Bambi steht plötzlich selbst vor der Aufgabe, sich um das Baby kümmern zu müssen, resümiert der Kritiker, der hierin eine "blitzgescheite" Kritik an patriarchalen Strukturen erkennt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.01.2021

Rezensentin Juliane Liebert schätzt Oyinkan Braithwaites knappe Beziehungsgeschichte aus Nigerias größter Stadt gerade, weil die Autorin es vermeidet, genuin weibliche nigerianische Erfahrungen darzustellen. Stattdessen beschreibt sie laut Liebert in einer Art Kammerspiel vor Pandemie-Kulisse eine "überschaubare zwischenmenschliche Konstellation" aus der Mittelschicht von Lagos. Für Liebert unterhaltsam und rasant, aber eher eine Kurzgeschichte als ein Roman.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 16.01.2021

Rezensentin Marlen Hobrack freut sich, dass dieser Roman zugleich "komisches Lustspiel mit Irrungen und Wirrungen" und "Analyse patriarchaler Machtverhältnisse" ist. Die Geschichte über den hemdsärmeligen Bambi, der während der Pandemie bei seiner Tante unterkommt und feststellen muss, dass diese und die ehemalige Geliebte seines verstorbenen Onkels sich um die Mutterschaft eines Babys streiten, hat die Kritikerin gleichermaßen erheitert wie herausgefordert. Darüber hinaus fand sie sie von Yasemin Dinçer fantastisch übersetzt.

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