Ob ein Essen bei einem Bekannten, eine Zugfahrt durch den Schwarzwald oder ein Besuch beim Bäcker, ob Tod und Krankheit, Liebe und Sehnsucht, eine Flasche Bier oder eine russisch-westfälische Tunke, für den Denker und Aphoristiker Otto Jägersberg ist alles Anlass zur Äußerung, zur literarischen Positionierung oder zum hellsichtigen Philosophieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2026
Rezensentin Rose-Maria Gropp empfiehlt die Denkanstöße von Otto Jägersberg. Auch wenn der Autor mit seiner Expertise in vielen Bereichen nicht hinterm Berg hält und sich gern vor seiner Bücherwand ablichten lässt, wie Gropp augenzwinkernd erklärt, die hier praktizierte "kleine Form" hat es tatsächlich in sich, so die Rezensentin. Und lustig ist es auch, wenn Jägersberg über Schwarzwald und Schweiz räsoniert, Weltgericht hält und eigene Gebrechen beschreibt, versichert Gropp. Der Leser wird nicht unbedingt gelassener oder gar altersweise, meint sie, aber die versammelten, oft recht scharfen und auch mal absurden Sprüche und Sentenzen regen das Denkvermögen an.
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