Otl Aicher war einer der bedeutendsten Gestalter der Nachkriegszeit. Er prägte diese Zeit weit über seine gestalterische Arbeit hinaus. Zum Beispiel als Mitbegründer und späterer Rektor der Ulmer Schule. Er entwickelte das Corporate Design der Olympischen Spiele 1972 in München, die durch ihn zu den "fröhlichen Spielen" wurden. Und er schuf Erscheinungsbilder für Braun, die Lufthansa, FSB, ERCO und andere bis heute teilweise unverändert auftretende Unternehmen. Er war in seiner Stringenz und seinem vernetzten Denken Wegbereiter der Corporate Identity. Er entwarf mit der Rotis eine heiß diskutierte Schrift, die heute aus Erscheinungsbildern und Geschäftsberichten nicht mehr wegzudenken ist. Sein Grundlagenwerk "Typographie" geht weit über eine Gestaltungslehre hinaus. Es ist ein typografisches Manifest.
Rezensent Wolfgang Müller begrüßt die Originalreproduktion des längst vergriffenen legendären Klassikers des noch legendäreren Designers, Typografen und Ehemanns der überlebenden Scholl-Schwester Inge, Otl Aicher. Zwar mag er dessen gestalterischen Fundamentalismus nicht bis in die letzte Konsequenz teilen, und bemängelt hie und da einen gewissen Dogmatismus. Doch verdankt der Rezensent Aichers Buch auch eine Menge origineller Einsichten. Insgesamt würdigt er das ästhetische Feingefühl Aichers und liest mit viel Gewinn auch die Geschichte der Schrift in diesem Band noch mal nach, in der Aicher das Zeichen an sich durch seine Geschichte vom Altertum bis heute nach seiner Funktion und Schönheit durchsucht. Auch Aichers ästhetische Schlussfolgerungen lassen Müller zu folge immer noch keinen kalt.
Rezensent Wolfgang Müller begrüßt die Originalreproduktion des längst vergriffenen legendären Klassikers des noch legendäreren Designers, Typografen und Ehemanns der überlebenden Scholl-Schwester Inge, Otl Aicher. Zwar mag er dessen gestalterischen Fundamentalismus nicht bis in die letzte Konsequenz teilen und bemängelt hie und da einen gewissen Dogmatismus. Doch verdankt der Rezensent Aichers Buch auch eine Menge origineller Einsichten. Insgesamt würdigt er das ästhetische Feingefühl Aichers und liest mit viel Gewinn auch die Geschichte der Schrift in diesem Band noch einmal nach, in der Aicher das Zeichen an sich durch seine Geschichte vom Altertum bis heute nach seiner Funktion und Schönheit durchsucht. Auch Aichers ästhetische Schlussfolgerungen lassen Müller zufolge immer noch niemanden kalt.
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