Leonhard Schmeiser

Das Werk des Druckers

Untersuchungen zum Buch Hypnerotomachia Poliphili
Cover: Das Werk des Druckers
Edition Roesner, Maria Enzersdorf 2004
ISBN 9783902300102
Broschiert, 173 Seiten, 38,50 EUR

Klappentext

Die "Hypnerotomachia Poliphili": Das Werk mit seinem fabelhaften und kaum aussprechbaren Namen ist eines der mysteriösesten Bücher, die je verfasst wurden, eine Liebesromanze aus dem Jahr 1499, die gleichermaßen Einblick gibt in das literarische, architektonische, künstlerische Leben der Renaissance, in die Fauna, die Flora, die Technik. Die "Hypnerotomachia Poliphili" ist mit ihren außergewöhnlichen Abbildungen, den feinen Lettern und dem gewissenhaften Satz eines der schönsten, gediegensten und berühmtesten Bücher der Welt - erotisch, merkwürdig, zauberhaft, voller Mythen und Rätsel. Durch "Das Werk des Druckers" von Leonhard Schmeiser wird nun ein ganz neues Licht auf sie geworfen - und die Lektüre führt spannend durch das Labyrinth, wirft längst fällige Fragen auf, legt Spuren frei, lüftet Rätsel und verführt von der ersten Seite an bis zur letzten, dieses offene Kunstwerk, diesen Traumtext zu erlesen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.05.2004

Die "Hypnerotomachia Poliphili" sind das schönste gedruckte Buch der Renaissance - damit seien die Übereinstimmungen unter Kennern dieses Werkes aber auch schon erschöpft, berichtet Walter Seitter eingangs seiner Besprechung dieses Buches des österreichischen Philosophen Leonhard Schmeiser. Ein großer Teil der Forschung, so der Rezensent weiter, richte sich so etwa auf die Frage nach dem Urheber des Werkes. Schmeiser, so berichtet Seitter, hat hier nun eine "öfter vertretene medientheoretische oder diskursanalytische Ansicht" zum Argument für eine "verblüffende" These zu dieser Frage umfunktioniert: der Drucker sei zugleich der Autor gewesen. An medientheoretische und diskursanalytische Überlegungen schließt das insofern an, so erläutert der Rezensent, als der Buchdruck die Figur des Autors - des bloßen Textlieferanten also, der in der sonstigen Realisierung des Textes vollkommen von anderen abhängig sei - ja erst hervorgebracht habe, und nur durch die Personalunion von Drucker und Autor noch zu überwinden sei. Wie man erfährt, gewinnt Schmeiser aus dieser Deutung auch einen neuen Zugang zum Inhalt des Werkes.

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