Klappentext
Aus dem Englischen von Thomas Mohr. Die Schriftstellerin Kathy verbringt den Sommer in der Toskana, in einem Hotel für Superreiche. Neben dem Schwimmen im Pool und den rauschenden Partys kümmert sie sich um die Planung ihrer bevorstehenden Hochzeit. Doch an den Gedanken, lebenslang an einen Menschen gebunden zu sein, muss sie sich noch gewöhnen. Und auch an die Welt da draußen, die ihr immer wieder in die Timeline des Sozialen Netzwerks gespült wird. Der Faschismus ist auf dem Vormarsch, der Planet hat den Kipppunkt längst überschritten, und die Wahrheit hat keinen Wert mehr. Lohnt es sich wirklich, lieben zu lernen, wenn die Gegenwart in ihr Ende rennt?
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 06.06.2026
Von der Schriftstellerin und Künstlerin Kathy Acker erzählt Olivia Laings Roman, der 2018 erschienen ist - aber auch noch von ganz vielen anderen Dingen, erklärt Rezensentin Sylvia Staude. Ackers Texte wurden mal als "experimentell", "anarchisch" oder "transgressiv" bezeichnet, erinnert Staude, ihr erster Roman war in Deutschland verboten. Die Kritikerin vermutet hier starke Parallelen zwischen Ich-Erzählerin Kathy und Autorin Laing. Vielfältigste Themen werden elegant eingebunden: Es geht auch um das Jahr 2017, die politischen Verwerfungen, Trumps erste Amtszeit und, als roter Faden, die Klimakatastrophe. Die "Fülle des Tatsächlichen", mit der Laing arbeitet, weiß die Kritikerin absolut zu begeistern - als Zeitdokument, das alle Gefühle einer noch nicht lange und doch ohne Chance auf Wiederkehr vergangenen Episode einfängt und als ein Text, der reich an intertextuellen Referenzen ist.
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