Oliver Maria Schmitt

Die schärfsten Kritiker der Elche

Die Neue Frankfurter Schule in Wort und Strich und Bild
Cover: Die schärfsten Kritiker der Elche
Alexander Fest Verlag, Berlin 2001
ISBN 9783828601093
Taschenbuch, 256 Seiten, 14,93 EUR

Klappentext

Mit ca. 230 Abbildungen. Die Neue Frankfurter Schule - bestehend aus F.W. Bernstein, Bernd Eilert, Robert Gernhardt, Eckhard Henscheid, Peter Knorr, Chlodwig Poth, Hans Traxler und F.K. Waechter - feiert im Oktober 2001 ihren 40. Geburtstag. Anlass genug, die "schärfsten Kritiker der Elche" erstmals mit einer Gruppenbiografie zu würdigen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2002

Ein unentbehrliches Buch, behauptet Kurt Flasch. Unentbehrlich für diejenigen, die nicht wissen, wer oder was die Zweite Frankfurter Schule ausmacht: die Texter und Cartoonisten der Satirezeitschriften "Pardon" und "Titanic" Und unentbehrlich für all diejenigen, die sie in den vergangenen Jahren lieb gewonnen haben und jetzt vierzig Jahre Zweite Frankfurter Schule Revue passieren lassen wollen. Ein Jubiläumsband, aber kein protziger Prachtband, meint Flasch, sei dabei herausgekommen. Der Herausgeber, lange Jahre Chefredakteur von "Titanic", habe durch seine gelungene Text- und Bildauswahl die Biografien der Frankfurter Truppe rekonstruiert: Poth, Traxler, Gernhardt, Waechter, Henscheid, Knorr und Eilert heißen die Herren der reinen Männerbande. Das ergibt nebenbei eine kleine Kulturgeschichte der Bundesrepublik, bemerkt Flasch. Für den Erfolg der Frankfurter macht er die Fähigkeit zur Teamarbeit verantwortlich, und dass die Beteiligten Multimedientalente sind: sie zeichnen, reimen, schreiben Romane und Essays, sprechen und lesen öffentlich, machen CDs und Kabarett. Deswegen sei es schade, dass der Band keine Bibliografie enthält, bedauert Flasch den einzigen Schwachpunkt des Buches.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.02.2002

Eine "distanzlose Festrede" hat Oliver Maria Schmitt verfasst, rügt Rezensent Manfred Papst, und meint, dass die Autoren der Neuen Frankfurter Schule "etwas Besseres" verdient haben. Die Fülle an Material, die vielen "hervorragenden Illustrationen" und die "Selbstzeugnisse" der acht Protagonisten haben Papst zwar gefreut, ihm fehlt aber eine Bibliografie und ein Register. Was den Rezensenten wirklich stört, ist der "ranschmeißerische Schmunzelsound" von Schmitt und dessen Unfähigkeit zur Differenzierung: Alles "findet er gleichermaßen großartig", schimpft Papst.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.11.2001

Diesen Hagiographen haben sie sich verdient, die Elche. Kristina Maidt-Zinke verzeiht dem Autor sogar seine ironiefreien Exkurse zum Thema Humor oder "dass er im Überschwang hin und wieder auch daneben langt." Kleinigkeiten, weil uns "der Adept und Epigone Schmitt" endlich erklärt, wie das alles wirklich zu- und herging im Verein der Elche, diesem "Heiligtum der Hochkomik". Ohne wissenschaftlichen Anspruch zwar, dafür aber, wie die Rezensentin ganz glücklich feststellt, "kundig und munter, als sei er selbst dabei gewesen." Das Bildmaterial, das die acht Künstlerporträts und die Ortstermine in Frankfurts Kneipenszene zum "Familienalbum" adelt, glaubt Maidt-Zinke, lässt Elchfreunden das Herz im Leibe lachen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.10.2001

Von Enthüllungen keine Spur. Dass der Autor seinem Gegenstand, der sogenannten Neuen Frankfurter Schule (NFS) und ihrem Vereinsorgan "Pardon", so vollkommen kritikfrei, mit "äußerster Sympathie" begegnet, geht für Oliver Fink schon in Ordnung. Schließlich ist der Autor gerade dort am stärksten, wo er in schöner hagiographischer Manier den Mythos NFS fortspinnt. Da ist er "kenntnisreich" und durch die Verwendung "NFS-typischer Wendungen" sprachlich kongenial. Anders, wenn er gelegentlich die Komiktheorie ins Spiel bringt. Das geht dann doch zu "nonchalant" vonstatten; Fink rät dem Autor, den Bergson doch bitteschön etwas genauer zu lesen. Versöhnliches Fazit des Rezensenten: Ein Muss für NFS-Aficionados, aber auch als Einführung in die Materie "bestens geeignet".
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