Herausgegeben von Stephan Berg, Martin Engler, Text von Martin Engler, Text von Marc Mayer mit dem Künstler. Deutsch/Englisch. Mit 78 Abbildungen, davon 55 farbig. Fotografien und Videostills von Oliver Boberg, der zu den vielversprechendsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation gehört. Oliver Boberg (geboren 1965 in Herten) gehört zu den interessantesten Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation. Seit den späten achtziger Jahren entstehen kleinformatige Modellbauten städtischer Orte, die derart abfotografiert werden, dass ihre Modellhaftigkeit fast völlig hinter ihren fotografischen Oberflächen verschwindet. Die Realität seiner Unterführungen und Neubauten ist die von allzu vertrauten Un-Orten, die überall, das heißt immer auch nirgends sein können. Das Buch versammelt erstmals Foto- und Videoarbeiten des deutschen Künstlers.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.09.2003
Oliver Bobergs Ironie hat es dem Rezensenten Daniel Kothenschulte angetan. Diese Ironie bestehe in einem kleinen, aber feinen Unterschied zu den "Sammlern suburbaner Unorte mit nostalgischer Aufladung". Der Fotograf Boberg konstruiere alles selbst, was auf seinen Bildern zu sehen ist. Somit betätige sich der Fotograf, der das Außen zu fotografieren scheint, ausschließlich innen. Modellbauten, diagnostiziert der begeisterte Rezensent, sind ungemeine "Projektionsflächen einer schwer zu bändigenden Phantasie". In ihnen ringe das Gebaute mit dem Assoziierten, in einer Spannung, die Kothenschulte etwas kryptisch "die unschuldige Ironie eines phantasiebegabten Kleinkinds" nennt. Eins ist jedoch klar: "Es ist eben nicht die Wirklichkeit, die Bobergs Realismus abzubilden angetreten ist."
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