Mit einem Nachwort von Werner Söllner. "Olaf Veltes Gedichte legen Zeugnis ab von der Vergänglichkeit all dessen, was ist; von der Verletzlichkeit der Kreatur (auch von der des Menschen). Sie öffnen den Blick für das, was den Menschen mit dem Geringgeschätzten seiner Welt verbindet. Sie 'halten', um es mit den Worten des Dichters zu sagen, 'was zu versinken droht'." (Werner Söllner)
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.09.2013
Olaf Velte arbeitet als Schafzüchter in Hessen, gelegentlich als Journalist für die FAZ und schreibt nebenbei noch Essays und Erzählungen - wo er da noch die Zeit zum Dichten hernimmt, ist für Sylvia Staude ein echtes Rätsel. Dass die Gedichte dann auch noch gut werden, ein weiteres. Die Rezensentin wäre geneigt, die Werke in "Mit der Axt" hessische Heimatgedichte zu nennen, hätte das Wort nicht einen so muffigen Beigeschmack. Dafür ist Velte aber zu prägnant und rau, findet sie. Er wirft in seinen Gedichten "scharfe Blitzlichter auf das Leben auf dem Land", das für die allermeisten Deutschen schon lange kein Alltag mehr ist und von dem sich viele kaum noch eine Vorstellung machen, berichtet Staude. Zum Beispiel das Opferfest: "die Beine gehackt ein / kleiner Berg für viele / Tage Suppe", zitiert die Rezensentin. Besonders haben es Velte anscheinend die Feste und Rituale angetan, die Vergänglichkeit und Wiederkehr in sich vereinen, verrät die Rezensentin. Auf dem Land ist das Leben immer noch zyklisch, erklärt Staude.
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